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Alexander Christians

Interview mit Alexander Christians zu 190 Jahren CRETSCHMAR

Alexander Christians ist der dienstälteste Mitarbeiter bei CRETSCHMAR. Für unsere drei Fragen hat er tief in seinen Erinnerungen gegraben.

1. Wenn CRETSCHMAR ein Fahrzeug wäre, welches war es 1975, und welches ist es heute?

1975 kamen der VW Polo und der erste 3er BMW auf den Markt, beide analog. CRETSCHMAR war zu dem Zeitpunkt bereits weiter: Ein Großrechner wickelte Verzollungen aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ab. Technisch innovativer war der Citroën CX, Auto des Jahres 1975, zuverlässig war CRETSCHMAR trotzdem mehr. Heute sieht Christians CRETSCHMAR als Land Rover Defender: technisch top, geht viel rein, erfüllt jeden Zweck, kommt überall hin.

2. Was war der kurioseste Auftrag, bei dem Sie gedacht haben: Das kann unmöglich klappen, und es hat doch geklappt?

Der Wuppertaler Zoo fragte an, zwei Elefanten aus Spanien abzuholen. Auf Motorwagen und Hänger wurde je ein Elefant verladen und angekettet, weitere Ladungssicherung war nicht möglich. Spanien war noch nicht in der EU, Zollplomben konnten weder am Fahrzeug noch an den Tieren angebracht werden, also hinterlegte man bei der Zollverwaltung eine Bürgschaft. Die Fahrer Ernst und Dieter waren vier Tage statt 20 Stunden unterwegs, weil alle zwei Stunden gewässert und gefüttert werden musste, Eimer für Eimer. Beide Elefanten kamen wohlbehalten an.

3. Gibt es einen Moment, an dem Sie gemerkt haben: Hier passiert gerade Geschichte, obwohl es damals wie ein ganz normaler Dienstag wirkte?

Anfang der 90er Jahre wurde klar: Ab 1993 läuft der Warenverkehr in der EU durch das Schengener Abkommen weitestgehend ohne Zollabfertigung. Die Auswirkungen auf die Beschäftigung in der Branche waren deutlich spürbar. Auch für mich änderte sich der Weg, Anfang 1994 wechselte er in die Verwaltung.

50 Jahre Erfahrung, unzählige Geschichten. Danke, Alexander Christians.

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